Mannschaftswertung
Obwohl am Freitag bei der Mannschaftswertung die ersten drei Durchgänge nicht wirklich nach den österreichischen Vorstellungen abliefen. Die deutsche Mannschaft führte nach dem dritten Durchgang (106 m, 105 m u. 104m). Ich konnte bis dahin nur 101 m aufweisen, Berni Patschg 106 m u. Rene Genser 104 m. Doch im vierten Wertungsdurchgang konnten wir den Spieß umdrehen. Den Reigen eröffnete ich mit einem 114 m-Schuss. Unmittelbar nach mir war Rene an der Reihe und setzte ebenfalls einen 114 m-Schuss in die Bahn. Berni konnte in diesem Durchgang seine 106 m auf 111 m verbessern. Damit führten wir die Mannschaftswertung mit einer Gesamtweite von 340,48 m an. Die deutsche Mannschaft hatte bis dahin 315,82 m. Im fünften Durchgang konnte bei den Deutschen nur noch Peter Rottmoser seine Weite auf 114 m verbessern, was bereits Mannschaftsgold für uns bedeutete. Berni Patschg konnte seine Weite auf 118 m verbessern, was die Gesamtmeter noch verbesserte auf 347,30.
Gold: Österreich (347,30 m) Patschg, Gruber, Genser, Hutter.
Silber: Deutschland (325,25 m) Rottmoser, Beyerlein, Butz, Engelbrecht.
Bronze: Italien (276,84 m) Thurner, Bozner, Kofler, Pichler.
Einzelwertung
Am Samstag am Abend war die Einzelwertung vorgesehen. Doch wegen starken Regens musste nach dem ersten Durchgang abgebrochen und auf Sonntag vormittag verschoben werden.
Am Sonntag wurde um 9 Uhr bei Kaiserwetter das Finale der besten zwölf Spieler vom Freitag gestartet.
Nach dem ersten Durchgang übernahm Peter Rottmoser (D) mit 111 m die Führung vor Charly Butz (D) mit 110 m und Rene Genser mit 109 m. Meine Weite betrug 108 m. Im zweiten Durchgang konnte nur Berni Patschg seine Weite auf 115 m verbessern, dies bedeutete für ihn die Führung. Im dritten Durchgang konnte Reinhold Beyerlein (D) mit seinen 109 m den dritten Platz übernehmen. Im vierten Durchgang übernahm ich kurzfristig mit 115 m den zweiten Platz, Rene konnte sich auf 114 m steigern, was zu dieser Zeit Platz 3 bedeutete, bis Peter Rottmoser auf 116 m verbesserte. Berni Patschg verbesserte auf 118 m. Was am Ende des vierten Durchganges bedeutete: Patsch vor Rottmoser und mir.
Im fünften Durchgang konnte sich nur noch Berni Patschg mit einem Gewaltschuss auf 125 m verbessern.
Gold ging somit an Patschg mit 125,10 m, Silber an Peter Rottmoser mit 116m,37 und Bronze an mich mit 115,17 m.
Meine Erfolge bei dieser WM waren sicherlich auf mein intensives Training und gute Vorbereitung zurückzuführen, doch möchte ich auch erwähnen, dass die Betreuung seitens des BÖE so gut wie selten zuvor war. Allen voran Mag. Harri Kopper (Physiotherapeut), welcher für Massagen, mentales Training sowie für Ablenkung in den Wettkampfpausen verantwortlich war. Auch in den Tagen vorm Wettkampf sorgte er für beste Stimmung im Team, durch seine mit Karl Oswald (BÖE-Weitentrainer) und Helmut Aglassinger (BÖE-Weitenfachwart) abgesprochene hervorragende Beschäftigungstherapie.
Auch die Unterbringung im Hotel Bemelmans in Klobenstein war 1a.
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